Tipp des Tages

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Steuertipp: Ein Garten gehört nicht zu einem Architektenbüro

In den Betriebsaufgabegewinn eines Selbstständigen ist ein auf den Garten eines gemischt genutzten Grundstücks entfallender Kaufpreis nicht einzubeziehen. Hier hatte ein Architekt ein Gebäude als Einfamilienhaus mit Architekturbüro genutzt und eine Wohnung vermietet. Einen Garten gab es im Rahmen des insgesamt rund 340 Quadratmeter umfassenden Anwesens auch. Der Architekt verkaufte das Grundstück zu einem Kaufpreis in Höhe von 850.000 Euro, und das Finanzamt nahm bei der Ermittlung des Aufgabegewinns aus der Veräußerung keinen Abzug für den auf den Garten entfallenden Preis vor - zu Unrecht. Der Betrag für den Garten (hier knapp 100.000 €) sei nicht als Veräußerungspreis für die Büroflächen zu berücksichtigen. Der Garten stehe in keinem Zusammenhang zum Büro. (FG Münster, 2 K 3203/19 E) - vom 18.10.2022

Rechtstipp: Kleingarten - Ein Ofen mit Edelstahlschornstein ist nicht erlaubt

Hat ein Pächter einer Kleingartenzelle in seiner Gartenlaube einen Ofen mit Edelstahlschornstein eingebaut, so muss er den wieder entfernen. Eine solche Feuerstätte diene einer „unzulässigen Dauerwohnnutzung“. Der Kleingartenverein, zu dessen Bereich die Parzelle gehörte hielt einen solchen Ofen für unzulässig, da er nicht der kleingärtnerischen Nutzung diene und klagte – mit Erfolg. Ein solcher Ofen mit Edelstahlschornstein sei mit den Grundsätzen des Bundeskleingartengesetzes nicht vereinbar. Durch den Einbau werde „die Voraussetzung für eine ganzjährige Nutzung der Gartenlaube zur Dauerwohnnutzung“ geschaffen. Es bestünde die Gefahr der Nachahmungen. Und das würde gegen den Planungsgrundsatz der Errichtung einer Kleingartenanlage verstoßen. Dabei sei es unerheblich, ob die Gartenlaube tatsächlich zum dauerhaften Wohnen genutzt wird. (AmG Brandenburg, 31 C 288/20)